Jugendgewalt

2011
Eingabeform: Idee
Adressat: Schweizerische Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK)

angenommen 91 49


Thema: Jugendgewalt

Inhalt:

Die momentane Situation der Prävention gegen Jugendgewalt ist unübersichtlich. Sie ist unstrukturiert und unterschiedliche Projektansätze sind vorhanden. Für die Jugendlichen ist es wichtig, dass klare Richtlinien vorhanden sind. Daher wollen wir einen Ansatz präsentieren, welcher die Prävention und die Repression beinhaltet.

Prävention

  • In der 4. Primarklasse findet schweizweit ein Projekttag statt, an dem externe1 Experten die Schülerinnen und Schüler geschlechtergetrennt auf die Konsequenzen für Täter2 und Opfer bei physischer Gewaltanwendung hinweisen. Der Unterricht sollte mit interaktiven Elementen3 gestaltet werden.
  • Beim Erkennen erhöhter Gewaltbereitschaft kann die Lehrschaft/Schulleitung bzw. der/die externe Experte/Expertin einen erneuten Projekttag anordnen.

Repression

  • Bei Straffälligkeit sollten die Jugendlichen in einem betreuten Arbeitstherapielager4 die Energie in eine sinnvolle, fordernde Arbeit, in der sie sich anpassen müssen, aber auch Erfolgserlebnisse haben, investieren können. Die Begleitung erfolgt durch ausgebildete Betreuungspersonen.

 

 

 


Begründung:

1 Externe Experten werden so das Lehrerteam/Schulleitung entlasten.

2 Die Schülerschaft sollte auf die strafrechtlichen und persönlichen Konsequenzen hingewiesen werden. Heute sind viele junge Leute über das Jugendstrafrech nicht in Kenntnis gesetzt.

3 Die interaktiven Elemente sollten darauf ausgerichtet sein, die Empathiefähigkeit der Kinder/Jugendlichen zu fördern, indem sie lernen, sich in Opfer/Täter hineinzuversetzen.

4  Die Arbeitstherapielager sollten Situationsbedingt ausgewählt werden. Zum Beispiel Bauernhof, Altersheim, Obdachlosenheim etc.


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Anhänge

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